Generation Y?

„Erfunden“ wurde diese Bezeichnung von Sozialwissenschaftlern. Sie beschreiben damit diejenigen, die in den 1980er Jahren aufgewachsen sind und damit der Generation X und den Baby-Boomern folgen. Allerdings: Der Generationsbegriff meint nicht nur Angehörige ganz bestimmter Jahrgänge. Vielmehr dient er dazu, gemeinsame Werte zu erfassen. Auch wer Anfang der 1970er geboren ist, kann also aufgrund seiner Werteorientierung und Weltanschauung der Generation Y angehören; ebenso kann ein Mitte der 1980er Jahre Geborener eher die Werte der Baby-Boomer vertreten.

 

Alles anders

Empirische Studien haben für die Angehörigen der Generation Y, auch Millenials oder Digital Natives genannt, festgestellt: Sie verhalten sich anders als ihre Vorgänger-Generationen. Ihre Entscheidungen und Handlungen werden maßgeblich von Werten geprägt, die sich teilweise erheblich von denen der älteren Generationen unterscheiden. Das gilt nicht nur für den Familienverbund, sondern auch im beruflichen Kontext.

 

Was also macht die Vertreter dieser Generation aus?

 

Sinn finden: Werte als Motivator

Aufgewachsen in einer Welt, in der globale Vernetzung und technologische Möglichkeiten immer mehr zunehmen, streben sie nach Abwechslung, (kultureller) Vielfalt und Selbstverwirklichung. Freiheit, Unabhängigkeit und Offenheit sind ihnen ebenso wichtig wie Nachhaltigkeit und Sinnstiftung. Familienbande und Freundschaften wollen sie intensiv leben.

 

Selbst gestalten: Erwartungen an Arbeitgeber

Insbesondere im Arbeitsleben wollen Millenials sich weiterentwickeln, teilhaben und gestalten, wollen Erfahrungen sammeln und daraus lernen. Von potentiellen Arbeitgebern erwarten sie daher neben anspruchsvollen Aufgaben und flexiblen Arbeitszeiten vor allem wertschätzende Unterstützung in ihrer individuellen Entwicklung und transparente Aufstiegsoptionen.

 

Generation Y und Coaching

Diese Werteorientierung verlangt von den jungen Arbeitnehmern deutlich mehr als noch vor ein paar Jahren ein ausgereiftes Selbstmanagement. Immerhin wollen sie berufliche Anforderungen, damit verbundene (eigene) Ansprüche sowie den hohen Stellenwert von Familie, Freundschaften und abwechslungsreicher Freizeitgestaltung in harmonischen Einklang miteinander bringen. Dazu kommt: Die Grenze zwischen Arbeits- und Privatleben verwischt angesichts der neuen Medien immer mehr. Längst schon ist die traditionell strikte Trennung der beiden Bereiche aufgehoben. Umso größer ist die Bedeutung von Kompetenzen, die in diesem Spannungsfeld sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern Handlungsorientierung bieten.