Generation Y

In diesen Blog-Artikeln geht es um die Generation Y, ihre Charakteristika, Bedürfnisse, Werte und Prägungen. Ein wichtiger Aspekt ist aber auch, wie sich die Arbeitswelt durch die Generation Y verändern wird und wie die Zusammenarbeit trotz aller (oberflächlichen) Unstimmigkeiten gelingen kann.

Das Märchen der einzig wahren Generation Y

© nito - Fotolia.com
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Wieder einmal kursiert ein Artikel in den sozialen Medien, der versucht, die Generation Y zu charakterisieren. Diesmal kommt der Autor, Bernd Kramer, aber aus der anderen Ecke und sagt, die Generation Y sei in Wahrheit eine "Generation Prekär". Für ihn hat die häufige Darstellung der Generation als "superflexibel" und "superselbstbewusst" nichts mit der Realität zu tun - er schreibt: "Leider stimmt nichts an der Geschichte von der Generation Y. Schlimmer noch: Sie ist eine weitere Zumutung für junge Berufstätige, die nun nicht nur mit den Härten der Arbeitswelt, sondern auch mit dieser Legende zu kämpfen haben.". Kramer beklagt eine immens hohe Zahl von Zeitverträgen, die junge Arbeitnehmer immer häufiger unterschreiben müssten, um überhaupt in die Arbeitswelt zu kommen. Arbeitgeber nutzten das Bild der selbstbestimmten, freiheitsliebenden Jungen aus, um den flexiblen Einsatz von Arbeitskräften zu rechtfertigen. Hat Kramer recht, sind wir die "Generation Prekär"?

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Die heimlichen Revolutionäre - ein (nicht mehr ganz) neues Buch über die Generation Y

Vor einigen Monaten schon ist dieses Buch erschienen: "Die heimlichen Revolutionäre - wie die  Generation Y unsere Welt verändert". Jugendforscher Klaus Hurrelmann und Journalist Erik Albrecht nehmen unsere so oft beschriebene (leider oft auch fehlinterpretierte) Generation Y unter die Lupe. Neben zahlreichen Studienergebnissen, die die empirische Grundlage bilden, kommen auch ganz unterschiedliche Personen dieser Generation zu Wort und zeigen: Wir können auch anders. Vor allem können wir viel mehr, als man uns gemeinhin unterstellt. Und das, wofür wir stehen, ist nicht nur für uns wichtig, sondern kann die ganze Arbeitswelt verändern. Gerade diese Aussage ist es, die das Buch für mich so wertvoll macht - und dass sie von einem generationenübergreifenden Autoren-Duo (zwischen ihnen liegen 35 Jahre) getroffen wird, macht sie nochmal schöner.

Also, wer noch ein adäquates Weihnachtsgeschenk sucht, um das Verständnis für "diese jungen Leute" zu fördern, dem sei dieses hier wärmstens empfohlen!

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Generation Y = "Angepasste Okay-Studenten"? So einfach ist das nicht.

© Photographee.eu - Fotolia.com
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Es ist mal wieder so weit: Ein Text geistert durch die Medien, über die angebliche Generation Y, und ich fühle mich, als Vertreterin dieser (?) Generation dazu verpflichtet, darauf zu reagieren. Ich rede von dem Buchauszug von Christiane Florin, Redaktionsleiterin von "Christ und Welt" in der ZEIT und Lehrbeauftragte für Medienpolitik und Medienkultur an der Universität Bonn. Unter dem Titel "Generation Y: Die angepassten Okay-Studenten" erschien dieser Anfang der Woche und lässt, wie vermutlich auch das Buch selbst, kein gutes Haar an den heutigen Studenten. Deren einziges Lernziel, so Florin, sei "Okaysein". Mh. Als Dozentin und Lehrbeauftragte mache ich regelmäßig andere Erfahrungen; und auch aus meiner eigenen Studienzeit, die noch nicht so lange zurückliegt und die (so wie ich) ganz bestimmt noch zur Generation Y gehört, erinnere ich andere Dinge... Ist es wirklich so schlecht bestellt um die Studierenden in Deutschland?

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Ist die Online-Szene der beste Arbeitsmarkt für die Generation Y? Ein Gastautor antwortet.

Andreas Hersdorfer
Andreas Hersdorfer

Wenn es in den Medien um die Generation Y geht, ist die Online-Szene als Arbeitgeber meistens nicht weit. Gern werden dann erfolgreiche Start-Ups wie Goodgame oder Jimdo vorgestellt, die mit flexiblen Arbeitszeiten, Feelgood-Managern und sogar einem firmeneigenem Pool aufwarten. Dass die Szene aber noch viel mehr Chancen bietet für die Generation Y (und alle anderen, die Lust darauf haben), weiß Andreas Hersdorfer. Als digitaler Nomade reist er um die Welt und verdient sein Geld als Webworker. Er berät Kunden aus der Reisebranche zum Thema Online Marketing und arbeitet außerdem als Webprogrammierer auf Projektbasis. Wenn er mal in Deutschland ist (das sind ca. 4 Monate im Jahr), bietet er außerdem Weiterbildungskurse an. Wer sollte sich da also besser eignen als er, über die Online-Szene und ihre Möglichkeiten für die Generation Y zu schreiben? Ich freue mich, dass Andreas heute als Gastautor hier über genau diese Themen schreibt:

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Generationen-Gespräch: Die Babyboomer und was danach kommt...

Samstag Abend, Campus der Bucerius Law School. Der Sommersalon Parlando lockt mit einem Feuerwerk an Vorträgen, Diskussionen und musikalischen Elementen, es werden Gedichte vorgetragen, und natürlich darf in einem Sommer wie diesem das Thema Fußball (und ein Public Viewing des Spiels Chile vs. Australien) nicht fehlen. Eine Veranstaltung hat mein Interesse naturgemäß besonders geweckt: das Generationen-Gespräch. Auf dem Podium: Kerstin Bund, Autorin des Buches "Glück schlägt Geld" und Jahrgang 1982, ihres Zeichens Vertreterin der Generation Y; Dr. Hariolf Wenzler, Geschäftsführer der Bucerius Law School und - geboren im Jahr 1967 - Babyboomer; sowie Prof. Dr. Jürgen Schupp, Direktor des DIW Berlin und verantwortlich für das sozio-oekonomische Panel und somit für die Zahlen, Daten und Fakten in der Diskussion. Es moderiert (übrigens auf großartige Art und Weise) Bettina Less vom NDR. Im Publikum: Babyboommer ebenso wie Millenials (Angehörige der Generation Y), die Stimmung ist heiter bis aufgeregt, und im Laufe des Gesprächs entfacht sich eine leidenschaftliche Diskussion.

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Die Lösung des "clash of cultures": Die Generation Y als Kultur verstehen

© aliasching - Fotolia.com
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Wenn es um die Generation Y und ihren Eintritt in die Arbeitswelt geht, sprechen viele vom "clash of cultures". Gemeint ist damit das "Aufeinanderprallen" zweier Kulturen, die gegensätzliche Meinungen vertreten und unterschiedliche Werte und Prioritäten haben. Manchmal wird es auch als "Kampf" zwischen den Kulturen übersetzt, ein sehr starker Begriff, der ganz gut zum kriegerischen Bild des "war for talents" passt. Kein Wunder, dass mich letztlich jemand als "Kriegsberaterin zwischen den Fronten" bezeichnet hat... Der Begriff "clash of cultures" birgt dabei aber nicht nur die Gefahr, ein sehr bedrohliches Bild in den Köpfen entstehen zu lassen. Vielmehr bietet der Vergleich mit dem Aufeinandertreffen zweier fremder Kulturen Handlungsansätze, die eigentlich schon jahrelang bekannt sind und immer dann zum Einsatz kommen (sollten), wenn ein Unternehmen interkulturell tätig ist. Wenn es also z.B. Expatriats aussendet, um die Zusammenarbeit mit einem Geschäftspartner vor Ort zu koordinieren, oder wenn es eine Niederlassung im Ausland eröffnet, oder wenn es Mitarbeiter aus verschiedenen Kulturen beschäftigt... Wie wäre es denn, wenn man auch die Generation Y im Unternehmen als andere Kultur verstehen würde?

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VERLÄNGERT - Aufruf zur Blogparade: Sind wir nicht alle ein bißchen Y?

© peshkova - Fotolia.com
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Gestern Abend hatte ich Gelegenheit, beim Alumni Verein der Universität Hamburg über mein liebstes Thema zu sprechen: die Generation Y, was sie zur Generation Y gemacht hat und warum sie eigentlich viel mehr als eine Geburtskohorte ist. Im Publikum saßen überwiegend Angehörige der Generation X, auch ein paar Babyboomer waren vertreten. Schon in der Vorstellungsrunde wurde die Frage aufgeworfen, ob nicht in jedem ein bißchen Generation Y steckte, und im weiteren Verlauf des Abends wurde deutlich: ja, das kann schon sein. Aber es gibt auch Dinge, die die Generation Y maßgeblich von älteren Generationen unterscheidet - vor allem im Bezug auf das Selbstkonzept, das durch die elterliche Prägung häufig sehr viel positiver ausfällt. Wir sind selbstbewusster und mutiger als Ältere - und manchmal gewinnen die dadurch den Eindruck, wir seien gepampert und verwöhnt. Am Ende zeigte sich aber: Vieles, wofür wir uns einsetzen, ist auch für andere Generationen ein Gewinn, und unsere Werte teilen sie auch. Heute (und in den nächsten Wochen) interessiert mich eure Meinung dazu: Sind wir nicht alle ein bißchen Y?

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"Du schaffst das schon, du schaffst das schon" - wie unsere Eltern uns präg(t)en

© Sylwia Nowik - Fotolia.com
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Der diesjährige Muttertag steht vor der Tür, und wieder werden überall im Land Blumen und Pralinen zum Dank gereicht - über alle Generationen hinweg. Grund genug, einmal über die Mütter (und Väter) der Generation Y zu sprechen: Was unterscheidet sie (oder die meisten von Ihnen) von ihren Eltern, und wie haben sie uns, ihre Kinder, geprägt? Ein Lied, an das ich gestern auf der Personal Nord erinnert wurde, drückt vielleicht am besten aus, was das Besondere an unserer Erziehung war: Rolf Zuckowskis "Du schaffst das schon", das Lied über die kleine Meike, die in ihrem Leben einige Herausforderungen zu bestehen hat - und trotzdem nie den Mut verliert, bis ins Erwachsenenalter...

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Nachhaltigkeit - ein wichtiger Wert für die Generation Y

© julvektoria - Fotolia.com
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Wenn die Generation Y charakterisiert wird, wird neben Sinnstiftung und Transparenz immer auch die Nachhaltigkeit genannt, die ihr als Wert wichtig ist. Dabei kann Nachhaltigkeit auf verschiedene Art definiert werden, wie das Drei-Säulen-Modell deutlich macht. Das betrachtet den sonst etwas schwammig gebrauchten Begriff nämlich sehr umfassend auf mehreren Ebenen:

  1. ökologisch: also umweltbewusst und ressourcensparend
  2. ökonomisch: wirtschaftlich effizient
  3. sozial: friedlich und konfliktfrei

Für die Generation Y sind alle drei Bereiche von Bedeutung: Sie will umweltverträglich leben, in wirtschaftlichen Verhältnissen, die auch nachfolgende Generationen berücksichtigen, und ein stabiles soziales Umfeld pflegen. Doch woher kommt dieses ausgeprägte Nachhaltigkeitsbewusstsein und wie äußert es sich?

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Für mehr Verständnis zwischen der Generation Y und Babyboomern - eine humorige Annäherung

Babyboomer und Millenials haben teilweise recht gegensätzliche Standpunkte. In meinem letzten Blog-Beitrag, in dem ich Prof. Schwaiger auf seine Replik in der Zeit geantwortet habe, ist das deutlich geworden. Ob es letztlich gelingen kann, dass beide Parteien verständnisvoll und gut miteinander arbeiten können? Ich glaube ja. Eine eher humoristische Annäherung an diese Diskussion stellen diese beiden Videos dar. Vielleicht ist ja das ein oder andere Fünkchen Wahrheit über beide Seiten enthalten? 

 

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Eine Replik auf die Replik: Manfred Schwaiger in der aktuellen Zeit

In: Die Zeit - Nr. 14/14
In: Die Zeit - Nr. 14/14

In dieser Woche komme ich nicht umhin, auf einen Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeit zu antworten. Es handelt sich um Manfred Schwaigers Antwort auf Kerstin Bunds Artikel vor einigen Wochen und ihr Buch, das ich hier bereits besprochen habe. Manfred Schwaiger ist 1963 geboren und gehört damit zu der Generation der Babyboomer. Er leitet das Institut für Marktorientierte Unternehmensführung an der Ludwig-Maximilians-Universität München und hat unumstritten bestimmt viel Ahnung über Marketing, Kommunikation und alles, was an seinem Institut so relevant ist - die Generation Y hat er, bei allem Respekt, nicht verstanden. Im Gegenteil, aus seinem Artikel klingt für mich vor allem Verbitterung, und vielleicht auch ein bißchen Neid. Statt offen zu sein für Veränderungen, die für alle Generationen, also auch für die Babyboomer, gewinnbringend sein können, erkennt er die Chancen nicht und holt den moralischen "Das hat schon immer so funktioniert, warum sollen wir es jetzt anders machen"-Zeigefinger heraus.

 

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Ein neues Buch über die Generation Y: Glück schlägt Geld

"Glück schlägt Geld - Generation Y: Was wir wirklich wollen" - Kerstin Bund hat geschafft, was schon viele vor ihr versucht haben: Sie hat ein Portrait ihrer Generation geschrieben und dabei ganz deutlich aufgezeigt, was sich durch diese Generation in der Arbeitswelt verändern wird. Authentisch, verständlich und wegweisend - eines der besten Bücher, die mir zum Thema bislang untergekommen sind. Und bei der Buchvorstellung gestern Abend im Murmann Verlag wurde ganz deutlich: Es regt an zu Diskussionen mit Xern, Babyboomern und Veteranen (die bisweilen humorvoll und etwas provokant dargestellt werden) - und fördert so hoffentlich den intergenerationellen Dialog, den die Arbeitswelt so dringend braucht. Der Wertewandel, der mit der Generation Y einher geht, bietet nämlich, neben den Schwierigkeiten, die ach so häufig beklagt werden, deutlich mehr Chancen.

 

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FOMO - ein weitverbreitetes Phänomen in der Generation Y

Bei der Lektüre des neuen Buchs "Glück schlägt Geld. Generation Y: Was wir wirklich wollen" von Kerstin Bund (Rezension folgt) bin ich gestern über folgenden Ausdruck gestolpert: FOMO. FOMO ist eine Abkürzung und steht für "fear of missing out", also die Angst, etwas zu verpassen. Wissenschaftler nutzen diesen Begriff, um den Einfluss von Social Media auf die Menschen zu beschreiben: diese leichte Nervosität, die uns beschleicht, wenn wir in unserem Facebook-Newsfeed mal wieder verfolgen können, was unsere (digitalen) Freunde auf dem Kiez, in Berlin und New York wieder erleben - während wir auf unserem Sofa sitzen und zum 100. Mal die Folge 'How I met your mother' gucken, in der Robins frühe Karriere als Popsternchen in Kanada aufgedeckt wird. Die Generation Y ist besonders von diesem Phänomen betroffen, und das zieht sich durch alle Lebensbereiche.

 

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Das Leben ist kein Wunschkonzert? Hier schon!

Ein Satz, den man, insbesondere als Mitglied der Generation Y, gern hört, wenn man neue Ideen, Ansätze und Veränderungen in der Arbeitswelt fordert, lautet: "Das Leben ist kein Wunschkonzert!". Dass auch die Generation Y, entgegen einer landläufigen Meinung, nicht auf dem Ponyhof lebt, hat Steffi Burkhart vor kurzem sehr eindrücklich geschildert. Aber wäre es nicht manchmal schön, ein bisschen Wunschkonzert zu haben? In meinem kleinen Kosmos möchte ich das möglich machen und rufe Sie und Euch deswegen auf, mir zu sagen, welche Themen gerade unter den Nägeln brennen. Gibt es etwas was Sie/Ihr schon immer wissen wollten/wolltet - über die Generation Y, über die neue Arbeitswelt, über den psychologischen Hintergrund bestimmter Alltagsphänomene? Dann immer her mit den Wünschen: Einfach diesen Artikel kommentieren oder mir eine kurze Nachricht schicken - und Ihr/Euer Wunsch sei mir Befehl..... ich freu' mich darauf!

 

 

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Wie Generationen im Unternehmen zusammenbringen? Zum Beispiel mit: Mentoring

© tashatuvango - Fotolia.jpg
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Mentoring-Programme gibt es mittlerweile unzählige. In verschiedenen Konstellationen und mit unterschiedlichen Zielgruppen treffen zumeist Ältere auf überwiegend Jüngere, um diese in ihrer Entwicklung zu unterstützen: In Schulen, Universitäten, in Unternehmen; in Netzwerken, Organisationen, oder ganz ohne formalen Rahmen. Ähnlich wie die Göttin Athene damals Telemach, den Sohn des Odysseus, in Gestalt von Mentor unterstützt hat, sollen auch heute noch Mentoren/Mentorinnen ihren Schützlingen beratend zur Seite stehen. Warum das für beide Seiten ein Gewinn ist und gerade für die Generation Y gut geeignet, lesen Sie hier.

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#smwhh: Engaging Digital Natives

Gestern hat, nicht nur in Hamburg, sondern auch Bangalore, Barcelona, Copenhagen, Lagos, Mailand, New York und Tokio, die Social Media Week begonnen. Bis zum 21. Februar werden in einer unzähligen Anzahl von Veranstaltungen verschiedene Themen rund um Social Media, Digitalwelten und Technologien angeboten. Auch die Generation Y, die Digital Natives, steht im Fokus, und so bin ich in dieser Woche natürlich ebenfalls unterwegs und lausche gespannt. Den Anfang machte gestern der Vortrag von Melanie Goemmel, die als Social Media Redakteurin für den WWF sämtliche digitale Netzwerke betreut. Sie gab interessante Einblicke in den Umgang mit den Digital Natives, die quasi mit dem Smartphone in der Hand auf die Welt gekommen sind und hatte einige Tipps parat, wie es gelingen kann, diese Zielgruppe für ein soziales Engagement zu gewinnen. Dass Millenials sich engagieren wollen, habe ich bereits an anderer Stelle erläutert. Die Frage ist nun, wie eine Organisation wie der WWF die Menschen zu Aktionen bewegen und langfristig neue Mitglieder generieren kann - eine Zusammenfassung.

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Zum Valentinstag: Wie hält's die Generation Y mit der Liebe?

© catherinecml - Fotolia.com
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Heute ist Valentinstag. In der Werbung gibt es seit Wochen kein anderes Thema; in sämtlichen Medien dreht sich heute alles nur um Herzen, Romantik und Beziehungen. Eigentlich halte ich das für ausgemachten kommerziellen Blödsinn und versuche den Tag weitestgehend zu ignorieren. Gibt ja noch 364 andere Tage im Jahr, an denen man seinen Liebsten zeigen kann, dass man sie liebt - auch jenseits von Pralinen, Luftballons und roten Rosen. Regelmäßige Liebesbekundungen und kleine Aufmerksamkeiten, wenn der andere nicht damit rechnet, halte ich sowieso für effektiver als den großen Bohai einmal im Jahr... Nun gut, jetzt blogge ich ja seit einigen Wochen und möchte getreu meinem Redaktionsplan diesen Tag - der, wie ich in der Recherche überrascht feststelle, doch keine Erfindung der Floristen ist - zum Anlass nehmen, mal eine Frage jenseits der Arbeitswelt in den Fokus zu nehmen: Wie hält es die Generation Y eigentlich mit der Liebe?

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Identitätssuche im Fokus der Persönlichkeitsentwicklung

In der vergangenen Woche hatte ich das Glück, auf der Tagung des Studium generale - Netzwerk Nord an der Bucerius Law School einen Vortrag von Prof. Dr. Malte Mienert zu hören. Das Thema der Tagung lautete "Persönlichkeitsentwicklung im Studium - Ziele, Inhalte und Instrumente überfachlicher Studienangebote". Ein durchaus schwer zu fassendes Thema, dem sich Prof. Mienert aus psychologischer Sicht näherte. Er selbst hat in Entwicklungspsychologie promoviert und ist jetzt, nach einer Juniorprofessur an der Universität Bremen für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie, Professor für Hochschulbildung an der European New University in Kerkrade (NL) und dort auch Dekan der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften. Prof. Mienerts Vortrag hat mich sehr inspiriert: Zum einen durch seine unheimlich eloquente, unterhaltsame Art vorzutragen (nicht umsonst ist er Träger des Berninhausen-Preises für gute Lehre!) - viel mehr aber noch durch die inhaltlichen Aspekte, die mir einige Aha-Erlebnisse beschert haben. Einige Gedanken dazu, wie so etwas wie Persönlichkeitsentwicklung, auch und gerade für die Generation Y, gelingen kann, möchte ich an dieser Stelle gern aufgreifen.

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Schluss mit dem Schwarz-Weiß-Denken: Die "Generation Y" ist nicht immer Generation Y

© dan talson - Fotolia.com
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"Deine Generation will viel mehr Richtlinien als ich dachte! Warum ist das so?" - diese leicht verzweifelte Frage stellte mir eine Arbeitgeberin auf einer Veranstaltung kürzlich. Sie wollte Freiräume schaffen, ihre Mitarbeiter dazu motivieren, sich einzubringen und das Unternehmen mit zu gestalten - und traf auf junge Arbeitnehmer, die darauf scheinbar gar keine Lust haben. Mit ihrer Sicht der Generation Y passte das nicht zusammen: Wollen die sich denn nicht selbstbestimmt und eigenständig in einer sinnhafte Arbeit verwirklichen?? Meine erste Antwort auf ihre Empörung lautete: "Es sind nicht alle so, wie Du es in den Medien liest." Prof. Kruse lieferte in seinem Vortrag Gute Führung im letzten Jahr dazu einige interessante Ergebnisse (im Video ab Minute 45), die belegen, was auch meinen Beobachtungen entspricht: auch innerhalb der Generation Y, wenn man sie denn als Zugehörigkeit zu bestimmten Geburtsjahrgängen versteht, gibt es unterschiedliche Verhaltensmuster. Wenn man über die tatsächliche Geburtenkohorte sprechen will, liefern die Zahlen, die Kruse gefunden hat, ein besseres Bild als jede x-beliebige Beschreibung über die Generation Y, die in den Medien zu finden sind.

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Buchtipp: Über die Angst(losigkeit) einer Generation

Ein winterliches Wochenende steht uns bevor. Genau die richtige Zeit, es sich mit einem guten Buch und einer kuscheligen Wolldecke auf dem Sofa gemütlich zu machen. Meine Empfehlung dazu ist (zugegebenermaßen nicht neu, aber immer noch gut): "Wir haben keine Angst - Gruppentherapie einer Generation" von Nina Pauer. Ein Buch, das vor zweieinhalb Jahren wegweisend für mich war und mich bis heute begeistert. Es geht um das Luxusproblem (m)einer Generation schlechthin: die Angst vor falschen Entscheidungen. In einer Welt, in der alles möglich und nichts das einzig Wahre ist, in der die Geborgenheit der Eltern die meisten von uns vor dem Absturz schützt und uns Sicherheit gibt, uns unentwegt zu erproben, quälen viele von uns sich unentwegt mit der Angst, sich an der ein oder anderen Stelle falsch zu entscheiden und sich damit auf irgendeine Art und Weise die Zukunft zu verbauen. Und weil das so zermürbend ist, schickt Nina Pauer zwei unserer Prototypen in Therapie: die ehrgeizige Anna und den Dauerstudenten Bastian. Ein Buch, das pointiert und ungeschönt die Wahrheiten auf den Tisch packt - und dabei unglaublich unterhaltsam ist. Also: Lesen. Punkt.

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"Das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen"

"Mut ist nur ein Anagramm von Glück" - diese Aussage, gepaart mit dem dazugehörigen Link zu einem Video, tauchte in den letzten Tagen an allen Ecken und Enden diverser sozialer Netzwerke auf. In dem Video zu sehen ist Julia Engelmann, eine Psychologie-Studentin aus Bremen, die beim Hörsaal-Slam im letzten Jahr einen Text vortrug, der nun scheinbar den Nerv der Zeit trifft - und das quer durch alle Altersgruppen. Es geht darum, zuviel nachzudenken, keine Fehler machen zu wollen, sich vieles vorzunehmen, aber es auf morgen zu verschieben, Dopamin zu sparen. Unser Leben, so Engelmann, ist ein Wartezimmer. Dabei könnten wir doch "das Leben, das wir führen wollen, [...] selber wählen": jetzt sind wir jung, jetzt können wir Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen, jetzt können wir werden, wer wir sein wollen.

 

Engelmann ruft auf zu Leichtsinn, Selbstvertrauen, Freude, Euphorie, Mut und Abenteuer - positive Emotionen, die der Psychologe Seligman als entscheidende Variablen für das nachhaltige Glücksniveau erachtet. Vor allem aber nimmt sie Bezug auf ein Konstrukt, das in der Psychologie unter dem Begriff "Kontrollüberzeugung" bekannt ist.

 

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Mehr als der Geburtsjahrgang: Generation Y - eine Checkliste

© Torbz - Fotolia.com
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Ein Satz, den ich in dieser Woche mal wieder sehr häufig gesagt habe, lautet: Ich verstehe die Generation Y nicht primär als Zugehörigkeit zu bestimmten Geburtsjahrgängen, sondern sehe den Begriff eher als Beschreibung eines bestimmten Mindsets. Gewisse Einstellungen, Werte und Weltanschauungen werden überwiegend von den Mitgliedern der Jahrgänge 1980-1990 vertreten, können aber genauso auch Ansichten sein, die auch Ältere oder Jüngere teilen  (in meiner Wahrnehmung sind es allerdings überwiegend die in den 1980ern Geborenen, die diese Werte lautstark oder zumindest öffentlich vertreten). Beschreibungen, welche Einstellungen, Werte und Weltanschauungen das sind, findet man im Netz zuhauf (u.a. auch hier) - deswegen gibt es heute etwas Neues: die Generation-Y-Checkliste für alle, die schon immer wissen wollten, ob sie dazugehören. Viel Spaß!

 

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