How to... Erholung richtig gestalten.

Das nächste Wochenende steht vor der Tür. Viele fiebern regelrecht auf diese Tage hin, um dann "endlich mal wieder auszuspannen". Gleichzeitig trifft man montags genauso viele, die alles andere als entspannt wirken, sondern, ganz im Gegenteil, immer noch genauso erschöpft sind wie vor dem hochgelobten Wochenende. Und sich dann wieder den nächsten freien Tage entgegen sehnen... So entsteht schnell ein Teufelskreis, in dem man zwar immer auf Entspannung wartet, diese aber selten wirklich erreicht. Woran liegt das? Ich habe einmal nachgeforscht.

Übergangsphasen sorgfältig gestalten

Der erste Fehler liegt häufig schon darin, dass zu schnell von An- auf Entspannung und wieder zurück umgestellt werden soll. Dabei gilt es, drei Phasen zu unterscheiden:

  1. Distanzierung: Vor der eigentlichen Entspannung braucht es die nötige Distanz zur Beanspruchung, und zwar nicht nur räumlich, sondern auch physisch, kognitiv und emotional. Wer also den ganzen Tag gesessen hat, sollte sich bewegen; man sollte alle Gedanken an die Arbeit abstellen und nicht länger z.B. über Liegengebliebenes nachgrübeln; und auch alle negativen Emotionen sollten abgeschüttelt werden.
  2. Regeneration: Erst mit dem nötigen Abstand kann Energie nachgefüllt werden. Dabei ist es aber auch wichtig, zu wissen, wovon man sich erholen will - dazu später mehr.
  3. Orientierung: Nach der Entspannung sollte man sich langsam wieder mit der nächsten Beanspruchung anfreunden und sich emotional darauf einstellen - wie das Aufwärmtraining vor dem Sport braucht es auch ein bisschen Anlauf, bis wieder geistige Höchstleistungen vollbracht werden können.

Werden diese drei Phasen nicht bewusst gestaltet, gelingt der Übergang nicht - und der Frust ist vorprogrammiert: Will man sich erholen, gelingt das nicht; will man alles geben, fehlt die Energie. 

Erholen - von was?

Die entscheidende Frage lautet: Wovon will ich mich erholen? Davon ist nämlich abhängig, wie ich die Regeneration gestalte - und ob ich mich dabei auch wirklich erhole. Heißt im Klartext: Einfach nur aufs Sofa und Netflix an ist nicht immer die erholsamste Variante der Freizeitgestaltung. Hier gilt vielmehr die Faustregel: Je mehr Kontrast zum Alltag, desto besser. Bin ich also häufig fremdbestimmt im Job, sollte ich in der Freizeit eigene Projekte und Ziele verwirklichen. Ist mein Job sehr monoton, brauche ich Abwechslung und neue Reize. Bin ich im Alltag müde, dann brauche ich hingegen Ruhe und Schlaf. 

 

Jeden Tag für Erholung sorgen

Viele verschieben Regeneration auf das nächste Wochenende, oder sogar den nächsten Urlaub. Dabei ist es von enormer Bedeutung, jeden Tag für Entspannung zu sorgen. Oft reicht auch schon eine Viertelstunde, um die Energiereserven wieder aufzufüllen. Gleichzeitig sollten dann aber auch die freien Tage nicht überfüllt werden, sondern Zeit für Muße lassen - gegen den berühmten Freizeitstress.

 

In diesem Sinne: Ein schönes, erholsames Wochenende!

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