AUGENHÖHEwege - so kann Veränderung aussehen.

Vergangenen Freitag war es wieder so weit: Die New-Work-Szene feierte Premiere. Nur ein gutes Jahr nach der Premiere des Films Augenhöhe wurde diesmal gleich in 10 Städten der Nachfolger präsentiert: AUGENHÖHEwege. Während es im ersten Film darum ging, Unternehmen vorzustellen, die Dinge anders (als traditionelle Unternehmen) machen, zeigt AUGENHÖHEwege, wie der Name schon andeutet, verschiedene Wege auf, die zu einer veränderten Unternehmenskultur führen können - ohne dabei auch nur einen davon als allgemeingültiges Rezept darzustellen.

Die Premiere in Hamburg

In Hamburg kamen rund 200 Neugierige abermals im Museum der Arbeit zusammen, um den Film zu sehen und im Anschluss über Veränderungen in der Arbeitswelt zu sprechen. Man kann sich keinen besseren Ort vorstellen als diesen, an dem das Leben und Arbeiten der letzten 200 Jahre dargestellt wird und an dem man immer wieder auch über die Zukunft der Arbeit diskutiert. Gastgeber war in diesem Jahr ORGANEO, die auf gewohnt humorvolle Art durch den Abend leiteten.

 

Nach Augenhöhe nun: AUGENHÖHEwege

Silke Luinstra, Mitglied des Kernteams, schilderte die Entstehungsgeschichte des zweiten Films: Nach Augenhöhe sei sie oft gefragt worden, wie man das denn jetzt eigentlich macht - und habe keine Antwort darauf gewusst. "Die Zeit der Rezepte ist vorbei", vielmehr gehe es darum, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Kapitalgeber und Gesellschaft gleichermaßen im Blick zu haben - das zeichne in einer immer komplexer werdenden Umwelt erfolgreiche Unternehmen aus. Der Erfolg des letzten Jahres bestätigt: Das Augenhöhe-Team hat den Nerv der Zeit getroffen. Alleim 2015 fanden im Zusammenhang mit dem ersten Film über 250 Veranstaltungen statt; sie wurden ausgezeichnet mit dem Sonderpreis der Deutschen Personalwirtschaft; es gab ein AugenhöheCamp und ein AugenhöheLab (beides soll in diesem Jahr mehrfach wiederholt werden); im Juli folgte die nötige Strukturgebung durch die GmbH-Gründung, Anfang diesen Jahres wurde nun auch der Verein offiziell gegründet, mit dem ein weiterer Aspekt noch mehr in den Vordergrund rücken soll: Augenhöhe macht (Hoch-)Schule. Außerdem wird ab Herbst 2016 eine Ausbildung zum AUGENHÖHEwegbegleiter starten. Man sieht: es tut sich was auf Augenhöhe!

 

Der Film (bzw. die Filme)

Es gibt diesmal nicht einen Film vom 90 Minuten sondern zwei 45-Minüter - um noch mehr Raum für den Dialog im Anschluss zu lassen. Es werden jeweils fünf Unternehmen dargestellt, die teilweise schon im ersten Film dabei waren.

  • In der Version weiß sind das das sysTelios Gesundheitszentrum, das Projekt 1492 von EnBW, elbdudler, Saint-Gobain Performance Plasitcs (UK) und Lindig Fördertechnik.
  • Die Vision orange stellt Unilever Deutschland, TELE Haase Steuergeräte, sonett, Haufe-Umantis und die Sparda-Bank München vor.

In Hamburg haben wir eine exklusive Hamburg-Premieren-Version gesehen, die aber auch schon deutlich machte: Der Film kommt wirklich nicht mit Blaupausen daher, sondern zeigt mögliche Ansätze auf, die auch als solche verstanden werden sollten. Nicht mehr, nicht weniger. Es geht schließlich nicht darum, einen Maßnahmenkatalog zusammenzustellen, der bei Befolgen die schöne neue Arbeitswelt möglich macht, sondern vielmehr um die dahinterstehende Haltung - und die hat Julian Vester von elbdudler im anschließenden Fishbowl so treffend zusammengefasst: "Veränderungen müssen aus dem Herzen kommen und dürfen keine hippen New-Work-Maßnahmen sein."

 

Mein Fazit: Sehenswert...

...und diskussionswürdig! Deswegen auch diesen Film, ob nun weiß oder orange, nicht alleine sehen, sondern auf einer der vielen Veranstaltungen - um hinterher mit anderen ins Gespräch zu kommen.

 

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