DenkanStoos Hamburg: Wie entsteht Vertrauen in Unternehmen?

Gestern Abend war es wieder so weit: Mit der Frage "Wie entsteht Vertrauen in Unternehmen?" luden die Moderatoren Hagen Schurbohm und Markus Wittwer zum DenkanStoos-Treffen. Gastgeber Wer liefert was? empfing die Teilnehmer mit offenen Türen und, dem Titel entsprechend, mit viel Vertrauen in seinen Räumen, die nicht nur durch Aufforderungen zu High Five beeindruckten. Gestärkt durch leckere Bagels und Kaltgetränke machten wir uns dann daran, dem Erfolgsfaktor Vertrauen einmal auf den Grund zu gehen und herauszufinden, was genau Vertrauen eigentlich ist und wie man es fördern kann - ohne auf unlautere Methoden wie dieser Zeitgenosse hier zurückzugreifen...

 

Vertrauen - Was ist das eigentlich?

Vertrauen, so Hagen in einem kurzen Input zum Einstieg, hat immer eine Richtung. Ein Vertrauensvorschuss wird geschenkt, und er geht immer in eine bestimmte Richtung. So kann ich Vertrauen haben in mich selbst, in meine Beziehung, in das Unternehmen, in dem ich arbeite, in den Markt und die Gesellschaft. Auch einem Prozess kann man Vertrauen gegenüber bringen - so gibt es v.a. im agilen Kontext das Mantra "trust the process". Wenn man über Vertrauen spricht, macht es auch Sinn, einmal zu schauen, was das Gegenteil ist. Mit dem Werte- und Entwicklungsquadrat nach Schulz von Thun erarbeiteten wir als Schwesterntugend zum Vertrauen Überprüfung und Kontrolle, deren negative Übertreibung Misstrauen und blinde Kontrolle wäre. Die negative Übertreibung von Vertrauen, also das "zu viel des Guten", wäre demnach blindes Vertrauen und eine Vertrauensseligkeit. Aus verschiedenen Gründen, darin waren sich alle einig, ist Vertrauen in Unternehmen wichtig:

  • es motiviert,
  • es bindet Kunden und Mitarbeiter,
  • es spart Kosten,
  • es beschleunigt Prozesse,
  • und es erhöht die Stabilität in Veränderungsprozessen und ermöglicht einen Umgang mit Komplexität.

Mit einem Vertrauensbarometer näherten wir uns dann unserer ganz eigenen Position zum Thema. Markus stellte uns verschiedene Fragen, die uns dabei unterstützten. Im anschließenden Zweiergespräch tauschten wir uns dazu aus und bekamen ein erstes Gespür dafür, was bei uns Vertrauen entstehen lässt. Eine interessante Frage, die im Nachgang zum Vertrauensbarometer diskutiert wurde, war die Gegenüberstellung von Vertrauen und Berechenbarkeit: Kann ich einer Person vertrauen, die sich sehr konsistent verhält, auch wenn ich ihn oder sie nicht mag? Welche Rolle spielt Sympathie, insbesondere im beruflichen Kontext?

 

Aus dem lernen, was gut funktioniert

Mit dem Appreciative Inquiry machten wir uns dann auf die Suche nach Erfolgsgeschichten. Statt darauf zu schauen, was nicht funktioniert, legt diese Methode den Fokus auf Erfolgsgeschichten und fragt danach, wovon man (als Team oder Organisation) mehr haben will. Gestern abend sah das dann so aus, dass wir uns zu zweit oder zu dritt über unsere persönlichen Erfolgsgeschichten austauschten und hinterher in einer größeren Gruppe die Schlüsselfaktoren und daraus abgeleitete Empfehlungen sammelten:

Mit vielen schönen Geschichten im Kopf und einem bunten Blumenstrauß an Schlüsselfaktoren und Empfehlungen endete dann der Abend - natürlich nicht, ohne einen neuen Termin auszumachen: Am Montag, den 24. November geht es weiter - dann mit Input und Austausch zu Feedback.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Hagen Schurbohm (Dienstag, 14 Oktober 2014 14:10)

    Hallo Isabelle,

    danke Dir für die gelungene Zusammenfassung!

    Beste Grüße, Hagen