Spannendes Projekt aus der New-Work-Szene: AUGENHÖHE

Im letzten Jahr durfte ich einem großen Moment beiwohnen: der Entstehung von AUGENHÖHE. Auf einer Veranstaltung des Netzwerks intrinsify.me wurde in einer Open-Space-Session die Idee geboren, filmisch festzuhalten, wofür das Netzwerk sich einsetzt: sinngetriebene, selbstbestimmte Arbeit, bei der man sich wertschätzend und auf Augenhöhe begegnet. Ein paar Monate später ist das Projektteam mitten in der Filmproduktion und setzt um, was im Dezember noch wie eine fixe Idee klang - ich bin begeistert und freue mich, dass das AUGENHÖHE-Team (bestehend aus: Silke Luinstra, Philipp Hansen, Sven Franke, Ulf Brandes und Daniel Trebien) heute fünf Fragen über ihr großartiges Projekt in meinem Blog beantwortet.

 

Wer seid ihr?

Eine Frau, vier Männer, einige mit Wirtschaftswissenschaften unter den Füßen und einiger Erfahrung in großen Konzernen und agilen Start-Ups. Die meisten von uns haben Kinder - und denen möchten wir eine andere Arbeitswelt hinterlassen als wir sie vorfanden und vielfach noch jetzt erleben... Wir beschäftigen uns schon seit vier Jahren mit dem, was man heute “New Work” nennt. Auf einer Veranstaltung von intrinsify.me sind wir uns begegnet, haben uns zusammengefunden und sind an dieser Idee drangeblieben.

Worum geht es in dem Film, den ihr produziert?

Wir produzieren einen Film über eine neue Arbeitswelt: eine, in der eine andere Art von Zusammenarbeit – eben auf Augenhöhe – gepflegt wird. Dazu besuchen wir Firmen, in denen so eine Kultur schon gelebt wird und die dabei - nach unserer Theorie gerade deswegen…) ökonomisch sehr erfolgreich sind. AUGENHÖHE zeigt Menschen und Unternehmen, die es schon heute anders machen, immer auf ihre ganz eigene Weise: Das Gehalt wählen, große Spielräume für eigene Entscheidungen haben, mit einer anderen Vorstellung von Hierarchie funktionieren… Die Bandbreite ist groß. Diese lebendigen Beispiele aus den verschiedensten Branchen machen Mut den Wandel zu wagen. Einen Wandel hin zu Organisationen, in denen alle offen und wertschätzend miteinander umgehen. In denen Menschen ihre Talente einbringen und ihr Potential entfalten können. Organisationen, die dafür da sind, dass Menschen ein sinnvolles und selbstbestimmtes Leben in einer lebendigen Gemeinschaft führen können. Zu sehen, dass dies möglich ist, und sich davon inspirieren und ermutigen zu lassen, dazu lädt dieser Film über die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts ein.

Was wollt ihr mit diesem Projekt erreichen?

Wir möchten inspirieren und Mut machen, das eigene Umfeld aufmerksam wahrzunehmen und Veränderungen anzustoßen. Angesprochen sind nicht nur Führungskräfte und Firmeninhaber, sondern jeder, der an seinem Arbeitsplatz etwas verändern möchte. Denn es sind die vielen kleinen Schritte, die zu einer größeren Bewegung führen. Dabei wissen wir natürlich, dass wir nicht allein sind. Es gibt viele Menschen, die sich um Zusammenarbeit im 21. Jahrhundert Gedanken machen. Gerade in den letzten Monaten wird das Thema mehr und mehr aufgegriffen - ein ermutigendes Signal!

 

Worauf kann sich das Publikum freuen?

Auf einen 30-45-minütigen Film, der Menschen aus fünf Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen zeigt. Menschen, die beschreiben, wie es sich in diesen Unternehmen arbeitet, was sie anders machen, wie sie es machen. All’ das nicht zum Nachmachen, sondern als Inspiration für eigene Initiativen. Deswegen soll es auch nicht beim Filmschauen bleiben: Im Anschluss wird es Dialogveranstaltungen in spannenden Formaten geben - so dass man gleich ins Denken und vor allem Tun kommt, um Veränderungen im eigenen Umfeld zu initiieren.

 

Wie kann man euch am besten unterstützen?

Dieser Film kann viel verändern, wenn viele Menschen ihn sehen. Daher möchten wir ihn für alle nicht-kommerziellen Verwendungen zum kostenlosen Download unter creative commons Lizenz zur Verfügung stellen. Das können wir realisieren, wenn viele mithelfen. Deswegen haben wir ein Crowdfunding gestartet. Diese moderne Finanzierungsform passt auch sehr gut zu unserem Credo von Beteiligung: Wenn viele Menschen einen kleinen Beitrag geben, können wir zusammen etwas Großes bewegen.

 

Vielen Dank für das Interview!

 

Es gibt viele Wege, AUGENHÖHE zu unterstützen und gleichzeitig selbst von dem Film zu profitieren:

  • Einerseits mit Beteiligung am Crowdfunding für Fertigstellung des Films, Schnitt, Postproduction und die Dialog-Materialien. Auf der Plattform Startnext kann man den passenden Betrag auswählen und damit das Projekt sponsern. Tolle „Dankeschöns“ gibt es dort auch…
  • Weitersagen an alle, für die der Film interessant sein könnte. Und alle anderen ;)
  • Teilen, liken und kommentieren auf Facebook oder tweeten, retweeten und favorisieren auf Twitter
  • Über weitere Ideen, wo es noch mehr gute Beispiele und Pioniere gibt,freut sich das das AUGENHÖHE-Team per Mail

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Thomas (Donnerstag, 16 Juli 2015 09:12)

    Mit der richtigen Idee und viel Arbeit haben sich in der Vergangenheit tolle Projekte auf die Beine stellen lassen. Crowdfunding bietet eine gute Finanzierungsmöglichkeit, auf die mittlerweile immer mehr Menschen zurückgreifen.