"Du schaffst das schon, du schaffst das schon" - wie unsere Eltern uns präg(t)en

© Sylwia Nowik - Fotolia.com
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Der diesjährige Muttertag steht vor der Tür, und wieder werden überall im Land Blumen und Pralinen zum Dank gereicht - über alle Generationen hinweg. Grund genug, einmal über die Mütter (und Väter) der Generation Y zu sprechen: Was unterscheidet sie (oder die meisten von Ihnen) von ihren Eltern, und wie haben sie uns, ihre Kinder, geprägt? Ein Lied, an das ich gestern auf der Personal Nord erinnert wurde, drückt vielleicht am besten aus, was das Besondere an unserer Erziehung war: Rolf Zuckowskis "Du schaffst das schon", das Lied über die kleine Meike, die in ihrem Leben einige Herausforderungen zu bestehen hat - und trotzdem nie den Mut verliert, bis ins Erwachsenenalter...

Der starke Glaube an uns selbst

Ich erinnere mich, dass ich dieses Lied von Rolf Zuckowski gern und oft gehört habe. Meine Eltern haben mich darin bestärkt, vor allem aber haben sie den Gedanken "du schaffst das schon" in mir gestärkt. Alles, was ich erreicht habe, haben sie gewürdigt; und wenn es mal nicht so gut lief, haben sie mich aufgemuntert, nicht aufzugeben. Sie gehörten nicht zu der Sorte Eltern, die wie Helikopter ständig über ihren Kindern kreisten und deswegen auch "Helikopter-Eltern" genannt werden - aber sie haben mich mit einem großen Selbstbewusstsein ausgestattet und mir immer das Gefühl vermittelt, etwas Besonderes zu sein. Und so ging es nicht nur mir, sondern dem Großteil meiner Freunde und Klassenkameraden.

 

Unsere Eltern vermitteln uns Sicherheit

Auch heute noch geben unsere Eltern uns Sicherheit. Auch wenn sie weiter weg wohnen, sind wir uns häufig sehr nah. Liebeskummer oder Stress bei der Arbeit sind mittlerweile auch Themen, die wir mit unseren Eltern besprechen und nicht nur mit der besten Freundin oder dem besten Freund - weil unsere Eltern oft zu den Freunden dazu gehören. Sie begegnen uns mit Respekt, Wertschätzung und finden (meistens) toll, was wir machen (und wenn nicht, dann sagen sie es uns nicht). Darüber hinaus haben wir in ihnen häufig Menschen an unserer Seite, die uns die Sicherheit geben: Wenn ihr fallt, fangen wir euch auf - emotional, mental, finanziell, ganz egal. Unsere Eltern sind für uns da, ganz gleich, was passiert.

 

Ist das so neu und allgemeingültig?

Das kann ich natürlich nicht pauschal beurteilen. Ich beobachte, dass das Verhältnis meiner und anderer Eltern zu ihren Eltern ein anderes ist. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen; aber ich höre davon in meiner Altersklasse relativ selten. Fakt ist, dass in der Shell Jugendstudie 2010 drei Viertel der befragten Jugendlichen angegeben haben, ihre Kinder genauso erziehen zu wollen, wie sie selbst erzogen wurden. Und das wäre wahrscheinlich anders, wenn sie zu ihren Eltern nicht ein freundschaftliches Verhältnis hätten.

 

In diesem Sinne: DANKE, liebe Eltern dieser Generation, dass ihr immer für uns da seid und uns in allen Lebenslagen unterstützt!

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Sprachpingel (Mittwoch, 07 Mai 2014 16:45)

    Hallo Isabelle,

    Bestärkung ist was Wunderbares und kann gar nicht früh genug anfangen. Aber ich finde immer wieder, dasss das „schon“ diesem Satz ganz viel Wirkung nimmt. So klingt er wie „Reg dich nicht auf, du kriegst ja eh alles hin” (und es schwingt mit: „... aber lass mich damit zufrieden“).

    Viel stärker finde ich ihn ohne dieses Wort, nämlich so: „Du schaffst das!”

  • #2

    easygeneration (Mittwoch, 07 Mai 2014 16:51)

    Oh weh, der Sprachpingel liest mit ;) Ja, ich verstehe, was du meinst - für mich klingt das "schon" im Lied aber eher nach "auch wenn es sehr schwer ist/wird: du packst das!".

  • #3

    Sprachpingel (Mittwoch, 07 Mai 2014 17:16)

    Das ist sicher auch persönlich bedingt, wie es ankommt und was es bei einem persönlich auslöst. Ich wollte das nicht als Korrektur verstanden wissen :-)