Nachhaltigkeit - ein wichtiger Wert für die Generation Y

© julvektoria - Fotolia.com
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Wenn die Generation Y charakterisiert wird, wird neben Sinnstiftung und Transparenz immer auch die Nachhaltigkeit genannt, die ihr als Wert wichtig ist. Dabei kann Nachhaltigkeit auf verschiedene Art definiert werden, wie das Drei-Säulen-Modell deutlich macht. Das betrachtet den sonst etwas schwammig gebrauchten Begriff nämlich sehr umfassend auf mehreren Ebenen:

  1. ökologisch: also umweltbewusst und ressourcensparend
  2. ökonomisch: wirtschaftlich effizient
  3. sozial: friedlich und konfliktfrei

Für die Generation Y sind alle drei Bereiche von Bedeutung: Sie will umweltverträglich leben, in wirtschaftlichen Verhältnissen, die auch nachfolgende Generationen berücksichtigen, und ein stabiles soziales Umfeld pflegen. Doch woher kommt dieses ausgeprägte Nachhaltigkeitsbewusstsein und wie äußert es sich?

Die Globalisierung als prägendes Element

Wir, die Millenials, sind aufgewachsen in einer Zeit, in der die Worte "Klimawandel" und "Umweltzerstörung" quasi täglich durch die Medien gingen. Dem Supergau in Tschernobyl folgten zahlreiche Umweltkatastrophen in aller Welt: Ölverschmutzungen, Chemieunfälle und weitere nukleare Unglücke. Durch die zunehmende Globalisierung und Vernetzung sind uns diese Katastrophen näher als noch vor 30 Jahren. Da verwundert es kaum, dass klimaverträgliches Verhalten und Nachhaltigkeit immer häufiger bewusst gelebt werden und auch von Unternehmen und potentiellen Arbeitgebern eingefordert werden: Im Millennial Survey 2014 von Deloitte sahen es 56% der befragten 7.800 Millenials als Aufgabe von Unternehmen an, den Resourcenmangel in den Blick zu nehmen; 55% wünschten sich von Unternehmen, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Auch selbst sind die Millenials sehr aktiv, auch wenn sich die Art und Weise, sich zu engagieren, im Vergleich zu vergangenen Jahrzehnten verändert haben mag.

 

Social Entrepreneurship als neue Unternehmensform
Das gesteigerte Bewusstsein für Nachhaltigkeit drückt sich auch in einer zunehmenden Anzahl von Sozialunternehmen aus. Hinter immer mehr Unternehmensgründungen steht die Motivation, einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen - unabhängig vom Profit. Unterstützung erhalten die sog. Social Entrepreneurs z.B. von Ashoka, einer Organisation, die junge Sozialunternehmen in den ersten drei Jahren begleitet und ihnen beratend zur Seite steht. Doch auch an den Hochschulen ist das Social Entrepreneurship angekommen, es gibt Lehrstühle und ganze Studiengänge, die sich mit dem Sozialunternehmertum beschäftigen. Ich selbst bin im Bereich Service Learning aktiv und mache dabei das soziale Engagement in seiner Vielfältigkeit zum Thema von Lehrveranstaltungen.

 

...und was hat jetzt die GLS Bank damit zu tun?

Die GLS Bank unterstützt Sozialunternehmen finanziell, auf verschiedenste Weisen. Auch sie hat sich Nachhaltigkeit, Transparenz und Sinnstiftung auf die Fahnen geschrieben - sie passt damit hervorragend zur Generation Y. Und genau deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn ich im Rahmen der GLS Blog-Kooperative ausgewählt werde, über ein von der GLS Bank unterstütztes Projekt zu berichten. Mit diesem Artikel bewerbe ich mich offiziell um die Teilnahme. Nicht nur, weil die Generation Y und die GLS Bank so gut zusammenpassen, sondern weil Nachhaltigkeit (in allen seinen Facetten), mir selbst (typisch Generation Y eben) wichtig sind - und ich neugierig bin auf spannende Projekte und die Menschen die dahinter stehen!

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